Schöfisch & Rueß + The Renates live im Studentencafé

Am 17. März 2017 stand endlich “mein” erstes Konzert im Studentencafé in Ulm an. Das Konzertprogramm im SC umfasst von Mitte März bis Ende Juni dreizehn Konzerte mit insgesamt 27 Bands/Acts, die ich zwischen Dezember und Ende Januar gebucht habe.

Meine Favoriten “Schöfisch & Rueß” gab es gleich als allererste Band des Jahres. Der Laden war um halb zehn noch nicht ganz voll, es gab noch ein bisschen Luft nach oben, welche kurze Zeit später gefüllt wurde. Das Duo, das aus der Band “Pelz” hervorging, preschte gleich mit ihrem Opener “Auf halbem Weg nach unten” nach vorne (also nicht nach unten) und zeigte, wo der Hammer hängt. Bei mir sind “Schöfisch & Rueß” erst mit ihrer Show als Support von “Jancee Pornick Casino” Ende Dezember vergangenen Jahres in Erscheinung getreten, aber ich glaube, so viele Konzerte haben sie in dieser Formation noch nicht auf dem Buckel. Eine Woche später hatte ich sie dann auch schon fürs SC verpflichtet. Muss! Die Show im Eden war super, der Songtitel “Schlägerei” wird von uns immer mal wieder in eine Konversation eingeworfen. Hat ja auch irgendwie etwas von einem Schlachtruf… Kennt ihr das, wenn ihr bei einer Sache richtig Spaß hattet und das so in eurem Gehirn abspeichert und die Erinnerung sich immer mehr aufbauscht und beim “nächsten Mal” ist alles doch nicht mehr so toll? Kann ich für Simon Schöfisch und Daniel Rueß NICHT bestätigen. War wieder unglaublich gut. Leider konnte ich das Konzert nicht ganz so genießen, da ich irgendwie im “Organisationsmodus” war (muss ich mir für die kommenden Konzerte im SC ein bisschen abgewöhnen), von daher war es leider schon wieder zu schnell vorbei. Das erste Highlight im Set gab es mit “Mit 1000 Augen”, ein für “Schöfisch & Rueß”-Verhältnisse recht langer Song. Zumindest subjektiv, denn der heimliche Favorit “Schlägerei” geht deutlich unter zwei Minuten. Ich trau mich gar nicht so richtig, dem Sound von “Schöfisch & Rueß” einen Namen zu verleihen. Er ist punkig, roh, aber auch melodiös. Indie-Trash-Punk-Pop? Ich weiß es nicht. Ihr werdet feststellen, dass ich hier auch bei anderen Bands meine Probleme haben werde, das zusammenzufassen. Der letzte Song des kurzweiligen Sets war “Feierabendbier”, welcher auch auf “Pelz”‘s letztem Album zu finden ist. “Schöfisch & Rueß” covern sich also praktisch irgendwie selbst. Na, wie auch immer… Dem Publikum hat’s gefallen und am Tag darauf haben ein paar Freunde laut gestöhnt bzw. geflucht, als sie gehört haben, dass sie den Auftritt verpasst hatten. Ergo: “Schöfisch & Rueß” sind DIE “neue” Band in Ulm. Von den Jungs werden wir (hoffentlich!) noch viel hören.

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Schöfisch & Rueß Website

Die zweite Band des Abends waren “The Renates” von der Schwäbischen Alb. Im Stil der “Ramones” schmücken sich die Bandmitglieder mit dem gleichen Nachnamen, aber vom Sound her haben sie mit den Punks nicht viel gemein. Sarah und Christoph Renate teilen sich das Mikro (Christoph zudem am Schlagzeug), Manu Renate sorgt für den Orgelsound und Norbert Renate basst, leicht im Hintergrund. Ursprünglich war noch ein Gitarrist Teil der Gruppe. Weshalb er inzwischen nicht mehr dabei ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber er war doch so nett, dem Konzert seiner ehemaligen Bandkollegen beizuwohnen. Das Publikum war vom ersten Takt an begeistert und es wurde viel getanzt. Den Musikstil bezeichnet die Band selbst als “nette Musik”, in meinen Ohren (achtung, jetzt kommt’s wieder) klang das sehr nach Bubblegum-Pop, dank der Orgel sehr 70er-lastig. Wie erwähnt gab es viel Gelegenheit zu tanzen. Es wurde mit vielen Musikstilen gespielt, es war auch mal funky, aber der Wegfall des Gitarristen war nicht zu überhören. Bei den Songs, die man auf der Band-Webseite hören kann, gibt die E-Gitarre noch eine gewisse Härte dazu. Nichtsdestotrotz war es ein schönes Konzert mit netten Leuten und viel guter Laune. Zu den “Renates” kommt man nicht um schlecht drauf zu sein.

P1100196-1The Renates Homepage

Mir persönlich hat das “erste” Konzert im SC sehr viel Spaß gemacht. Es scheint auch alles gut geklappt zu haben, mit der Besucherzahl und den daraus resultierenden Hut-Spenden an die Bands bin ich auch zufrieden. Auch das SC-Team hat einen guten Eindruck hinterlassen (ha ha), super auch der selbstgemachte Mexikaner von Toby. Alles in allem in schöner Einstand für mich und ich bin auch schon auf die nächsten bunt gemischten Konzerte gespannt.

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